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Freitag, 5. Oktober 2012

Dschungel Wanderung im Nationalpark Tortuguero

Nach dem Frühstück und einer kurzen Pause geht es um 10:45 zur Dschungelwanderung.                   
Wir treffen uns am Eingang des Nationalpark wo uns der Parkwächter darüber aufklärt, dass wir für die Wanderung Gummistiefel anziehen müssen. Wir haben zwar feste und hohe Bergschuhe an aber das genügt dem Ranger nicht. Wir leihen uns darauf hin Gummistiefel für einen Dollar aus. Diese gibt's 50 Meter vor dem Parkeingang. Als Grund wird uns erklärt, dass es dafür sein soll, dass die Besucher bei matschigem Wetter aufgrund der Pfützen etc. nicht vom Weg abweichen, sondern mit den Stiefeln einfach durch gehen. Am Anfang sind die Gummistiefel ja noch ganz bequem aber für längere Wanderungen sind diese nicht geeignet.
Eingang des Nationalparks Tortuguero

Mit einer kurzen Verspätung geht es los.

Wir wandern sehr langsam den Weg entlang. Barbara erklärt uns alle möglichen Tiere und Pflanzen die wir neben dem Weg sehen. Es gibt auch viel kleines Getier wie Spinnen, Wanzen, Schmetterlinge und Libellen zu sehen.
  Radnetzspinne (Golden Orb Spider, Nephilia clavipes), recht häufig in Costa Rica

Eine weitere recht große Spinne die sich in einem eingerolltem Blatt versteckt.
Weiter sehen wir einige Vögel und auch die relativ seltenen Klammeraffen.

Der Kammeraffe schaut was wir tun
Ein anderer Kammeraffe, beim Fressen, währenddessen hält er sich mit dem Schwanz fest
Brüllaffen hören wir nur von weitem. Die kleinen Weisskopfaffen lassen sich auch noch sehen. Auch ein Faultier zeigt sich. Ab und zu schauen wir an den Strand nach kleinen Schildkröten, sehen aber keine. Das einzige was wir am Strand sehen ist das Skelett einer Schildkröte.

Skelett einer Schildkröte am Strand von Tortuguero
Auf dem Rückweg entdecken wir auch einige Tukane und zum Schluss noch eine grüne aber ungiftige Schlange.
Ein Tukan in den Bäumen
Kratzspuren eines Jaguar an einem Baum

Das war schlussendlich die einzige Schlange die wir in Costa Rica gesehen haben.

Weiter Infos zu Tortuguero hier.

Eine kleine grüne Schlange, ca. 1 Meter lang


Weitere Tipps zu Aktivitäten in Tortuguero hier.




Wanderung durch den Nationalpark und Besuch der Bri Bri Indianer

Heute ist eine Wanderung mit Führer durch den Nationalpark Cahuita angesagt.
Wir treffen uns um 7 Uhr morgens nach dem Frühstuck mit unserem Guide, wir sind auch heute nur zu zweit. Die Tour kostet 25 $ pro Person und dauert ca. 3,5 bis 4 Stunden. Wir gehen vom Eingang Cahuita zur Punta Cahuita. Am Nationalparkeingang wird man um eine Spende gebeten. Von unserem einheimischen Führer bekommen wir allerhand über den Ort und die Entstehung, Geschichte Fauna und Flora der Region erklärt.
Allgemeines zu Cahuita unter dem Link.

Termiten die man sehr oft in Costa Rica sieht

Wir sehen außer den Affen, die wir schon am Vortag gesehen haben, einen riesigen Leguan auf einem Baum sitzen, der dürfte bestimmt zwischen 1,2 und 1,5 Meter haben. Danach sehen wir auch einige kleinere.

Einige Vögel auf der ehemaligen Mole von Cahuita
Unser Guide macht uns auf ein paar Faultiere aufmerksam. Es gibt die Zweifingerfaultiere die eher graues Fell haben und die Dreifingerfaultiere die mehr braun sind. Die ersteren sehen wir nur in den Astgabeln sitzen und sie bewegen sich kaum. Das zweite bewegt sich zur Futtersuche ein bisschen.
Ein Faultier das sich mal etwas bewegt
Wir versuchen ein paar Schlangen zu finden aber auch bei sehr aufmerksamer Suche sehen wir leider keine. Später bemerken wir ein paar Fledermäuse beim Schlafen auf dem Baum. 

Fledermäuse auf einem Baum im Nationalpark von Cahuita

Ansonsten erzählt uns unser Privatführer sehr viel über die Pflanzen des Parks, Früchte ob essbar oder nicht oder Heilpflanzen der Region. Wenn man sich das alles so merken könnte hätte man schon ein gutes Grundgerüst um im Wald etwas zu überleben.


Wir sind auf jeden Fall sehr zufrieden mit unserem Führer der auch eine offizielle Zertifizierung der Umweltbehörde hat.


Da wir am Nachmittag noch etwas Zeit haben schlägt er uns eine Tour zu den Bribri Indianern und abschließend einem Wasserfall vor wo man baden kann.
 Wir überlegen zuerst ob wir das machen wollen und sagen dann zu. Uns hätte gar nichts besseres einfallen können.


Wir nehmen unseren Mietwagen und fahren zu zweit mit ihm ins Gebiet der Bribri. Diese Indianer versuchen noch ihre alten Gebräuche und Überlieferungen weiter leben zu lassen.  Besonders interessant sind ihr großes Wissen über die Heilpflanzen und auch Nutzpflanzen der Region.
Außerdem die Herstellung von Kakao.

Als erstes fahren wir zu einer Familie eines Schamanen, d.h. das ist heutzutage ein Naturheiler. Dessen Frau führt uns durch den Garten wo jede Menge Heilpflanzen, Bäume mit Heilwirkung und Nutzpflanzen zum Essen wachsen. Wir bekommen eine sehr ausführliche Erklärung der verschiedensten Pflanzen und dessen Wirkung die wir auch teilweise testen.

Eine Art Ingwer, die Wurzel wird zum Färben, orange, verwendet
Am eindrucksvollsten fand ich eine Pflanze deren Blattstängel man kaute und der nach kurzer Zeit wie eine Betäubung wirkte. So ein leichtes Gefühl wenn einem der Zahnarzt eine Spritze gibt. Natürlich nicht ganz so stark aber doch ein gut spürbarer Effekt. Das nahmen die Indianer früher bei Zahnschmerzen. Weiter gab es eine kurze Erklärung zu Pflanzen mit denn man färben kann und die Herstellung von Schnüren aus einer Pflanzenfaser, einer Art Agave. Ist wohl so eine Art Sisal. Die Indianer stellen auch verschiedene Kunstwerke aus der Frucht eines Baums her. Diese sind recht günstig, 1500 Colones was so in etwa 2,5 Euro sind, die sich gut als Mitbringsel eignen und man unterstützt auch noch diese Leute.
Ein Baum der zum Färben verwendet wird, er gibt ein sehr intensives Orange ab


Nun geht es weiter zu einer anderen Familie der Bribri Indianer. Unser Guide macht das so damit der  kleine Betrag, den man für den Besuch zahlt, auf mehrere Familien verteilt wird. 
Die zweite Familie lebt noch in einem wirklichen Holzhaus, wie die Indianer das schon seit 100erten von Jahren so machen. Das hat den Vorteil, dass diese Häuser abgesehen davon dass sie sehr ökologisch sind, nur aus Naturprodukten hergestellt, sondern auch kühler, weil besser durchlüftet sind, wie die Häuser aus Beton, die die Regierung diesen Leuten zur Verfügung gestellt hat.
Eine typische Hütte der Bri Bri Indianer, Costa Rica
In dieser authentischen Familie, in der 5 Generationen leben, der Opa ist 112 Jahre alt, bekommen wir wieder einiges über verschiedene Heilpflanzen, im speziellem Bäume erzählt und vor allem sehen wir die Kakao Herstellung.
Kakao Frucht, Costa Rica

Unser „Indianer“ erklärt uns alles über den Prozess und wir probieren von den frischen Früchten, dessen Bohnen man lutschen kann, sie schmecken süss sauer, über die reine Kakao Masse und weitere Produkte die er aus dem Kakao macht wie Kakaomasse mit Zimt und Vanille, Kakaomasse mit Erdnüssen, Kakaomasse mit Orangengeschmack, Kakao mit Ingwer und Kakao mit Kokosmark.

Geöffnete Kakao Frucht, das weiße sind die Bohnen die man lutschen kann.
Danach sahen wir wie die fermentierten (die frischen Körner lagern ein paar Tage im Schatten) und getrockneten Kakaobohnen (in der Sonne mehrere Tage) in einer Pfanne geröstet werden, bis die Schale aufgeht, danach entnimmt man die Bohne im Inneren und röstet diese weitere 5 – 10 Minuten.

Die fermentierten und getrockneten Kakaobohnen werden in einer Pfanne über dem Feuer geröstet.
Wir haben diese probiert und die schmecken schon ein bisschen bitter nach Schokolade aber auch ein bisschen nussig. Nach dem Prozess geht es zum Mahlen der Körner. Dazu benutzt die Familie einen Mahlstein der schon viele Jahrzehnte alt ist. In die Kuhle kommen die Körner und werden mit einem anderen runden recht grossen Stein gemahlen. Was daraus entsteht ist kein Pulver sondern die Kakao Rohmasse. Diese wird dann entsprechend weiter verarbeitet.
Die gerösteten Kakao Bohnen werden auf dem Stein zur Kakao Rohmasse gemahlen


Zwischenzeitlich brachte uns der Indianer einen Bogen und erklärte uns die verschiedenen Pfeile für verschiedene Zwecke. Wir konnten auch mal probieren und ohne Praxis ist das gar nicht so einfach.

Zum Schluss brühte man uns die Kakaomasse auf, mit etwas Zuckerrohrsirup und das gab es dann aus Kokosnussschalen in der offenen Hütte zu trinken. Ich denke authentischer geht es nicht.


Danach geht es noch zum Abschluss zu einem Wasserfall in dem man Baden kann. Da es Sonntag war, waren auch einige Einheimische dort. Das interessanteste für mich war aber, dass es direkt neben dem Fluss ein paar von den roten Pfeilgiftfröschen zu sehen gab, auf die uns unser Guide aufmerksam machte. 
Somit war das wirklich eine sehr lehrreiche, interessante und abwechslungsreiche Tour.
Ein roter Frosch im Urwald
Im Nachhinein bereuten wir keinen Moment den Ausflug gemacht zu haben denn unser Führer legte grossen Wert darauf, dass alles authentisch ist und kein Touristenzirkus. Was man auch deutlich spürte. Wir sind einfach unangemeldet bei den Familien aufgekreuzt und waren dann auf einmal mitten im Geschehen. In unserer Minigruppe und natürlich mit unseren guten Spanischkenntnissen war das natürlich noch besser weil man sich wirklich über alles unterhalten und fragen konnte. Aber auch so ist der Ausflug jeden Cent wert und keinesfalls eine Massenabfertigung. Da wir mit unserem Mietwagen selber fuhren war das ganze natürlich noch viel billiger als eine organisierte Tour in einer grösseren Gruppe.


Mittwoch, 3. Oktober 2012

Fahrt über San Isidro, den Cerro de la Muerte zum Mirador de los Quezales

Unsere Route führt uns von Manuel Antonio über Quepos, Domincal, San Isidro El General und Cerro de la Muerte bis zum Mirador de los Quetzales.

Streckendaten:
Gesamtkilometer: 150 km; Gesamtzeit: 3:42 h; Duchschnitt 40 km/h

Wir starten so um 7 Uhr, nach einem kleinen Frühstück in Manuel Antonio. Es geht auf der Küstenstrasse in den Süden nach Dominical. Die Strasse ist recht gut und wir kommen gut vorwärts.
Bei Dominical geht es dann immer bergauf nach San Isidro el General das in einem weitem Tal liegt.

Wir nutzen den Ort um etwas einzukaufen und auf der Bank Euros in Colones zu wechseln. Das ist gar nicht so einfach den das geht nur auf der Nationalbank von Costa Rica, die im Zentrum der Stadt liegt. Ich gehe vorher zu zwei anderen Banken die aber keine Euros eintauschen. Ich muss eine Nummer ziehen und warten, es sind 30 Nummern vor mir. Da aber 7 Schalter geöffnet sind geht das erstaunlich schnell. So nach gut 15 Minuten habe ich das Geld getauscht, allerdings zu einem schlechterem Kurs als in La Fortuna, da gab es 640 Colones für einen Euro und hier 628 Colones pro Euro.

Blick auf San Isidro, Costa Rica
Nun geht es weiter die Interamericana bergauf zum Cerro de la Muerte. Wir kommen auch dort gut voran, es stört nur kurzzeitig ein Lastwagen den wir aber überholen können. Danach geht es gut weiter bergauf, die Strasse ist in einem recht gutem Zustand, ohne viele Schlaglöcher.  Leider begann das Wetter zu zu ziehen und je weiter wir nach oben kamen sehen wir immer weniger. Was man aber gut erkennen kann, ist dass sich die Flora rings herum um uns mit steigender Höhe ändert. Wir sehen mehr und mehr Eichen und auch Baumheide sowie andere Planzen die uns nicht bekannt sind. Beim höchsten Punkt sehen wir recht wenig, es gibt eine Sichtweite von ca. 50 bis 100 Meter und dann geht es auch schon wieder bergab.
Cerro de la Muerte, Interamericana, Costa Rica

Beim Kilometer 70 biegen wir dann nach links zum unserer Lodge. Es geht zum Mirador de los Quezales. Dort gibt es einige einzeln stehende Hütten die durch die Nebensaison alle frei sind, wir können uns eine aussuchen.

Eingang zum Mirador de Quetzales, Cerro de la Muerte
Nach dem Einzug laufen wir kurz zu einem Aussichtspunkt oberhalb der Lodge und geniessen die Ausblicke. Es fängt leicht zu regnen an und wir gehen wieder in unsere Hütte.

Die kleinen Hütten die am Mirador de Quetzales vermietet werden
Nach kurzer Zeit reisst es aber auf und wir entschliessen uns eine Wanderung zu machen. Es gibt eine gut ausgeschilderte Tour durch den Wald die ca. 4 Kilometer lang ist. Durch das viele Schauen brauchen wir gut 2 Stunden. Wir sehen einige Vögel und geniessen die unterschiedliche Landschaft des feuchten Hochwaldes mit riesigen Eichen und frischen Temperaturen. Den berühmten Quetzal haben wir leider nicht gesehen. Aber wir haben ja noch eine Möglichkeit am nächsten Morgen, wo um 6 Uhr eine Vogelwanderung geplant ist.
Blick über die Landschaft am Cerro de la Muerte, Costa Rica


Nach dem Wandern mache ich erst mal so einige Fotos von den Kolibris die durch Futterschalen angelockt werden. Sie sind an Menschen gewöhnt und man kommt bis auf zwei bis drei Meter an sie heran.

Kolibri
Es ist so 16:30 und wir beschliessen zu duschen bevor es noch kälter wird. Das Wasser ist so kalt das es der elektrische Durchlauferhitzer kaum schafft dieses aufzuheizen. Der Trick ist den Wasserhahn nicht zu weit aufzudrehen, dann kommt zwar nicht zuviel Wasser aber dafür warm. Wenn man den Hahn voll aufdreht ist es nicht mal lauwarm. Man darf aber auch nicht zuwenig aufdrehen weil sonst die Apparatur die das Wasser im Brausekopf aufheizt nicht anspringt.


So ab 17:30 wenn die Sonne untergeht wird es frisch und wir gehen in den Essensraum der Lodge der durch ein Holzfeuer gewärmt wird. Dort gibt es auch ein Sofa und einige bequeme Stühle wo wir die Zeit bis zum Abendessen um 18:30 mit Lesen und der Planung des nächsten Tages verbringen. Es ist kaum zu glauben das wir den Abend vorher in Manuel Antonio um 19:00 noch 28 Grad und eine so hohe Luftfeuchtigkeit hatten, sodass wir kaum Hunger hatten und heut, nicht einmal 100 Kilometer Luftlinie entfernt vielleicht nur 10 Grad oder weniger haben und uns ein Kaminfeuer aufwärmen muss.
Kaminfeuer in der Lodge am Cerro de la Muerte


Zum Essen gibt es einfache Kost, Huhn, Schweinefleisch oder Forellen die aus dem Teich nebenan stammen. Dazu gibt es Salat und Reis oder Pommes. Schmeckt aber alles sehr gut. Nach dem Essen gehen wir ins Bett so um 20:00 Uhr weil wir ja so zwischen 5 und 5:30 für die Vogelwanderung aufstehen müssen.

Die Leute der Lodge sind wieder sehr aufmerksam. Im Preis von 50 Dollar pro Person ist das Abendessen, Übernachtung, Frühstück und die Vogeltour am Morgen enthalten.

Der Nationalpark Manuel Antonio

Heute wollen wir uns den Nationalpark Manuel Antonio anschauen. Es hat die Nacht über stark geregnet, mit Blitz und Donner und als wir um 6 Uhr aufstehen, regnet es immer noch leicht. Wir frühstücken und es hört wenigstens der Regen auf. Wenn das Wetter so bleibt überlegen wir gleich noch am Nachmittag weiter zu fahren.


Eingang des Nationalpark Manuel Antonio, Costa Rica

Es ist stark bewölkt aber wir gehen trotzdem in den Nationalpark. Ich werde von einem Parkguide angesprochen, von denen so einige in der Nähe des Eingangs stehen. Er bietet mir ein Führung an, die 20 $ pro Person in der Gruppe kostet und 30 $ pro Person bei einer Einzelführung. Nach den vielen Kommentaren in Foren die behaupten, man würde auch ohne Führer viele Tiere sehen nehmen wir keinen. Ich denke aber wer sicher Tiere sehen will und natürlich auch sonst was erfahren will ist gut mit einem Fürher dran. 


Die Tickets für den Manuel Antonio Nationalpark gibt es so ca. 100 Meter vor dem Eingang auf der linken Strassenseite direkt bei unserer Unterkunft. Kosten, 10 $ pro Person. 


Faultier im Park Manuel Antonio
Um 8 Uhr sind wir am Eingang des Nationalpark. Es sind relativ wenig Leute da, zwei kleine Gruppen und wenige Einzelpersonen. Wir laufen sehr langsam und schauen viel, kucken auch da wo die Gruppen mit Fernglas stehen und schauen. Als erstes sehen wir ein Faultier, und so einige rote Krebse die neben dem Weg in den Erdlöchern wohnen.

Bunter Krebs im Manuel Antonio, Costa Rica

So ca. um 9:30 reissen plötzlich die Wolken auf und die Sonne kommt für den ganzen Tag hervor. Wir gehen zuerst den Hauptweg entlang zum letzten Strand der Playa Gemelas.

Playa Gemelas NP Manuel Antonio
Ausser uns sind kaum Leute da, nur eine Familie mit zwei Kindern die dort baden. Es begrüsst uns eine Familie von Weisskopfaffen die ganz nahe zu uns heran kommen.

Weisskopfaffe im Manuel Antonio
Nachdem wir eine Zeit lang am Strand bleiben gehen wir weiter zum Aussichtspunkt ganz im Süden des Parks.

Aussichtspunkt im Süden des Nationalparks
Da wir nicht zum Strand Playa Escondida können, weil der Weg gesperrt ist, gehen wir züruck zum Strand Manuel Antonio.

Auf dem Rückweg sehen wir einen Brüllafen und einen kleinen Nager auf dem Weg.

Brüllaffe die man öfter in Costa Rica sieht
Am Strand von Manuel Antonio machen wir es uns erst mal ein bisschen gemütlich und baden eine Zeit lang. Dort beobachten wir die Waschbären die versuchen aus unbeaufsichtigten Rucksäcken was zum Fressen zu klauen. D.h. man sollte nichts unbeaufsichtigt stehen lassen. Kurze Zeit später sehen wir einen recht grossen Leguan direkt am Strand. Nach der Badepause wandern wir weiter zur Halbinsel Punta Catedral. Es ist ein schöner Rundweg, der zwar einige Meter bergauf geht aber oben angekommen, bieten sich wunderbare Ausblicke über den Pazifik und die vorgelagerten Inseln. Auf dem Weg haben wir einen Specht mit rotem Schopf und einen Brüllaffen gesehen. Beim Bergabweg sehen wir wieder Affen und gehen nochemal zum Strand Manuel Antonio zum Baden. Auf der anderen Seite beim Strand Playa Espadilla haben wir nur vorbei geschaut weil dort etwas Wind und Wellen waren. Wir sind dann bis zum Ende der Öffnungszeit 16 Uhr am Strand von Manuel Antonio beim Baden geblieben. Die Wächter rufen dann mit Trillerpfeifen zum Nachhauseweg. Wir sind nicht über den Strand Espadilla Sur gegangen wegen der Flut, man kann dann nur mit dem Boot übersetzen. 


Weitere Infos zum Nationalpark Manuel Antonio unter dem Link.

Nordende der Playa Manuel Antonio
Blick auf den morgendlichen noch kaum besuchten Strand Manuel Antonio
Abends gehen wir wieder zu den Restaurants am Strand zum Essen. Diesmal gibt's zur Abwechslung Pizza. Die letzten Male gab es costa-ricanisches Essen.
 Der Preis ist in Ordnung zwischen 5000 und 6500 Colones pro Pizza.










Die Hängebrücken von Arenal

Dieser Park liegt außerhalb ca. 20 Km vom Hotel in La Fortuna. Wir haben dazu ca. 24 Minuten benötigt. Von La Fortuna kommend biegt man nach dem Staudamm direkt nach rechts auf eine kleine Strasse. Das ist dort gut ausgeschildert. Von der anderen Seite kommend sieht man das nicht so gut. Man fährt dann in dem Fall vor dem Damm nach links.
Weitere Infos zum Nationalpark Arenal auf der Seite unter dem Link sowie zu den Hängebrücken hier.

Der Eintritt sind 24 Dollar pro Person die man auch mit Kreditkarte zahlen kann. Bei dem Park läuft man über verschiedene größere und kleinere Brücken die teilweise in Baumkronenhöhe durch den Wald führen. Der Rundweg den wir gemacht haben ist ca. 5,2 Kilometer lang für den wir 2:20 h brauchen.
Die größte der Hängebrücken vom Park beim Arenal
Das Wetter war relativ schön zumindest hat es nicht geregnet. Wir hatten leider keinen Ausblick auf den Arenal Vulkan. Tiere haben wir wenig gesehen. Fast am Schluss bei der höchsten Brücke sehen wir eine Familie von Weisskopfaffen (Kapuzineraffe, Cebus capucinus), einen sehr gut getarnten Frosch und am Ausgang einige Vögel, auch Kolibris.


Ein gut getarnter Frosch den ich fast nicht gesehen hätte, Arenal Hangingbridges
Ein Weisskopfaffe turnt auf der Brücke

Weisskopf Affenmama mit Nachwuchs
Ich denke wenn man mehr Tiere sehen will müsste man einen Führer nehmen. Wir sind sehr langsam gegangen und haben viel geschaut aber vielleicht war es auch das Wetter, es hatte kurz vor unserem Besuch ziemlich geregnet.
Einer der vielen Kolibris im Park

Besuch des Nationalpark Rincon de la Vieja

Wir sind um 6 Uhr aufgestanden und waren so um 6:30 beim Frühstück, es gab von Müsli mit Milch über Brot mit Marmelade bis zum Rührei, Würstchen und Gallo Pinto (schwarze kleine Bohnen mit Reis), das Nationalgericht von Venezuela. Zum Nachtisch noch allerhand Obst. Wir haben gut gefrühstückt, was sich später als großer Vorteil heraus stellen würde.

Wir fahren mit dem Auto den Kilometer der uns vom Eingang des Nationalparks Rincon de la Vieja bei der Rangerstation Las Pailas, trennt. Wir parken das Auto gehen zum Haus des NP wo uns ein Angestellter ein paar kurze Infos gibt und uns kurz erklärt was es so zu sehen gibt. Dort gibt es auch für ein paar Colones eine Karte zu kaufen.

Eingang Nationalpark Rincon de la Vieja

Rundweg mit vulkanischen Tätigkeiten
Als erstes machen wir den Weg, der uns zum den vulkanischen Tätigkeiten auf der rechten Parkseite (wenn man vor dem Berg steht) führt. Für den Rundweg sind 3 km veranschlagt. Der Ranger sagte man braucht ca. 2 Stunden mit schauen. Der Weg ist recht einfach zu finden und praktisch von jedem zu machen. 
Die Streckenangabe stimmt aber laut meinem GPS nicht. Mit allen Abzweigungen zu den Sehenswürdigkeiten waren es bei mir 5,84 km und 2 Stunden 48 Minuten. Dabei sind etwa 93 Höhenmeter zu überwinden.


Der Rundweg beginnt am Haus der Ranger und ist gut markiert es gibt keine Probleme diesem zu folgen. Der Weg führt durch den Wald vorbei an einigen interessanten Stellen die durch Seitenwege gut zu erreichen sind.

Wasserfall beim Rundweg "Las Pailas" in Rincon de la Vieja

Da ist ein Wasserfall, die „Dampflöcher“ Fumarolen aus denen nach Schwefel riechender Wasserdampf aufsteigt, ein Minivulkan sowie die Schlammfumarolen und weitere Spuren der vulkanischen Tätigkeit.
Nach Schwefel riechende Dampffumarolen, Rincon de la Vieja, La Pailas

Minivulkan, Rincon de la Vieja, La Pailas

Blubbernde Schlammlöcher,  Rincon de la Vieja, La Pailas
Es geht die ganze Zeit durch den Wald, auf dem Rückweg teilweise durch offeneres Grasland mit Büschen. Tiere habe wir relativ wenig gesehen, da währe evtl. ein Führer gut der einen darauf hinweist oder man nimmt sich wirklich einen halben Tag alleine für diese Tour und geht so langsam und vorsichtig um mehr Tiere zu sehen. Es gab ein paar Vögel aber meist nur von weitem, kaum Möglichkeit zu fotografieren weil diese in den Blättern versteckt waren (wenn man diese sah war es zu dunkel zum Fotografieren ) und schnell flüchteten. Es gab so einige Insekten, viele Blattschneiderameisen und Schmetterlinge. Einen besonders schönen blauen mit ca. 10 cm Spannweite (blauer Morphofalter, Morpho peleides). Der war öfter zu sehen aber auch nicht zu fotografieren weil er bei seinem unvorhersehbarem Flug nicht zu erwischen war und dann meist auch schnell im Dickicht verschwand. 
Ansonsten war das schon mal ein sehr schöner erster Kontakt zur Natur von Costa Rica.

Wanderung zum Wasserfall Catarata La Cangreja 

Diese Wanderung ist mit 5,1 km einfach veranschlagt (d.h. 10,2 km hin und zurück) und ist schon deutlich anstrengender wie die Rundtour. Laut meinem GPS sind das aber 12,6 Km. Es gibt einige Steigungen (es müssen insgesamt 274 Höhenmeter überwunden werden) und es geht immer bergauf bergab. Wer beide Touren an einem Tag machen will sollte schon ein bisschen Kondition mitbringen da es dann insgesamt fast 18,5 km und knapp 367 Höhenmeter sind. Wir brauchten für die beiden Touren 8 Stunden. Die Wanderung ist es aber auf jeden Fall wert.


Die Wanderung führt links vom Rangerhäuschen durch ein Gatter und erst über einen Wiesenhang. Danach geht es lange Zeit durch den Dschungel, immer bergauf-bergab über eine Hängebrücke und über einen Bach, bei starkem Regen muss man da vorsichtig sein.

Später führt der Weg durch offenes Gelände wo es bei Sonnenschein auch schon mal ganz schön heiss werden kann. Am Schluss wandern wir bergab bis zum Wasserfall. Dieser fällt in eine türkisfarbene Gumpe. Dort kann man wunderbar baden und sich von der Wanderung abkühlen und erholen. 
Der Rückweg ist der gleiche.
Der Wasserfall, Catarata la Cangreja im Rincon de la Vieja Nationalpark

Wir habe einige Affen gesehen und Brülllaffen in der Ferne gehört. Auch ein paar Vögel die aber schwer zu fotografieren waren.

Einer der ersten Affen die wir gesehen haben, auf dem Weg zum Wasserfall Catarata La Cangreja, Rincon de la Vieja

Abends waren wir die einzigen im Hotel und man hat uns einen schönen Tisch mit Blüten dekoriert. Überhaupt war der Service sehr zuvorkommend und die Logge kann ich gut empfehlen.

Weitere Infos zum Nationalpark Rincon de la Vieja hier.