Freitag, 5. Oktober 2012

Fahrt von Cahuita nach Moin und mit dem Boot nach Tortuguero

Fahrt von Cahuita nach Moin zum Hafen
Nach den zwei Tagen in Cahuita geht es nun weiter, leider schon zu unserem letzten Ort in unserem Costa Rica Urlaub, und wir fahren über Limon nach Moin. Von dort geht es dann weiter mit dem Boot nach Tortugero.
Weitere Infos für die Anreise nach Tortuguero unter dem Link.

Wir haben die letzten beiden Tage über ein Paket gebucht das die Biologin Barbara Hartung anbietet (siehe Link). Da sind zwei Übernachtungen mit Frühstück, eine Schildkrötenwanderung, eine Fahrt mit dem Kanu und eine Wanderung im Nationalpark mit eingeschlossen. Das Paket kostet 110 Dollar. Barbara organisiert auch die An- und Abfahrt mit dem Boot, das kostet 60 Eu pro Person.

Von Cahuita nach Moin sind es 58 Kilometer und wir brauchen etwas mehr als eine Stunde.
Wir fahren um ca. 8 Uhr los und sind mit etwas verfahren um 9:30 am kleinen Hafen wo die Boote nach Tortuguero abfahren. Der Hafen von Moin ist gut zu finden, da gut ausgeschildert. Der Hafen wo die Schiffe nach Tortuguero abfahren ist neben dem Containerhafen. Man folgt einem Schild nach Tortuguero zweigt aber dann gleich links hinter einer grossen Baracke durch ein Eingangstor zum Hafen.
Durch das Tor links geht es zum Tortuguero Hafen von Moin
Dort kann man das Auto parken. Wenn man zu weit fährt kommt man zu einer Brücke, spätestens dann umkehren. Das Eingangstor ist mit zwei Schildern zum Bootsableger Tortuguero gekennzeichnet.
Boote im Tortuguero Hafen von Moin, im Rücken ist der Containerhafen

Fahrt mit dem Boot nach Tortuguero

Unser Boot, beim späteren Regen stellt es sich als sehr praktisch heraus das es vorne zu ist.
Wir fahren kurz nach 10 Uhr ab. Es geht durch den Kanal in Richtung Tortuguero. Wir sehen so einige Tiere wie Affen, ein paar ganz schön grosse Krokodile, die verschiedensten Wasservögel, einige Schildkröten, ein Faultier und zwei Tukane.
Das erste Krokodil erwartet uns mit offenem Mund


Das zweite Krokodil bewegt sich ins Wasser
Ein Faultier hängt an den Bäumen am Kanal
Ein schöner Tukan  Kanal, Costa Rica
Leider fängt es zu regnen an und so schauen wir dass wir vorwärts kommen und sehen auch kaum mehr Tiere. Nach einem Zwischenstopp, um uns kurz die Beine zu vertreten, kommen wir in Tortuguero an. 


Ankunft im Ort Tortuguero
Dort holt uns Barbara beim Steg ab und es geht zur Unterkunft. Wir haben Miss Miriam 2 gewählt weil das fast direkt am Strand liegt. Bis dahin muss man seine Koffer tragen. Es sind so 10 Min aber mit zwei Koffern in jede Hand von denen jeder 20 kg wiegt wird das ganz schön anstrengend. Das Problem war, das das Fahrrad von Miss Miriam, mit dem normalerweise die Koffer transportiert werden, kaputt war.
Wir nehmen ein Zimmer mit Balkon und Meerblick (kostet 10 $ mehr). Leider regnet es immer noch und es gibt auch Gewitter sodass wir erst mal nicht viel machen können.
Unsere Unterkunft, Miss Miriam 2, fast direkt am Strand.

Erst später am Nachmittag so um 16 Uhr hört es zu regnen auf und wir gehen noch an den Strand und schauen uns den Ort an. Danach geht es nochmal an den Strand auf die Suche nach kleinen Schildkröten die im Moment ausschlüpfen. Nach einiger Zeit sehen wir auch einige, insgesamt 3 Stück, die über den Strand, zielstrebig zum Meer laufen.


Kleine Schildkröte am Strand von Tortuguero, Costa Rica





Fahrt mit dem Auto über Puerto Viejo nach Manzanillo

Nach unserer Wanderung durch den Nationalpark von Cahuita und unseren Besuch bei den Bri Bri Indianern haben wir immer noch Zeit und Energie.
Puerto Viejo vom Strand aus gesehen
Wir fahren am späten Nachmittag so um viertel vor vier mit dem Auto nach Süden vorbei an Puerto Viejo nach Manzanillo. Wir schauen uns kurz beim Vorbeifahren den Ort Puerto Viejo an und halten an einigen Ständen die sich dort befinden.
Die Hauptstrasse von Puerto Viejo
Am Sonntag ist da etwas mehr los weil viele Einheimische beim Baden sind. Die Strände sind recht schön mit Bewuchs von Palmen bis an den Strand.

Strand von Cocles
Strand vor Punta Uva
Einer der schönen Sandstrände direkt an der Punta Uva
In Manzanillo endet die Strasse und wir kehren wieder um. Manzanillo ist ein Nest mit ein paar Häusern wo sonst nicht allzu viel los ist.

Panoramabild des Strandes von Manzanillo
Die Strasse von Cahuita nach Puerto Viejo ist etwas schlechter mit einigen Schlaglöcher, geht aber bei achtsamer Fahrweise sehr gut. Die Strecke von Puerto Viejo nach Manzanillo ist ziemlich gut da neu geteert.

Wanderung durch den Nationalpark und Besuch der Bri Bri Indianer

Heute ist eine Wanderung mit Führer durch den Nationalpark Cahuita angesagt.
Wir treffen uns um 7 Uhr morgens nach dem Frühstuck mit unserem Guide, wir sind auch heute nur zu zweit. Die Tour kostet 25 $ pro Person und dauert ca. 3,5 bis 4 Stunden. Wir gehen vom Eingang Cahuita zur Punta Cahuita. Am Nationalparkeingang wird man um eine Spende gebeten. Von unserem einheimischen Führer bekommen wir allerhand über den Ort und die Entstehung, Geschichte Fauna und Flora der Region erklärt.
Allgemeines zu Cahuita unter dem Link.

Termiten die man sehr oft in Costa Rica sieht

Wir sehen außer den Affen, die wir schon am Vortag gesehen haben, einen riesigen Leguan auf einem Baum sitzen, der dürfte bestimmt zwischen 1,2 und 1,5 Meter haben. Danach sehen wir auch einige kleinere.

Einige Vögel auf der ehemaligen Mole von Cahuita
Unser Guide macht uns auf ein paar Faultiere aufmerksam. Es gibt die Zweifingerfaultiere die eher graues Fell haben und die Dreifingerfaultiere die mehr braun sind. Die ersteren sehen wir nur in den Astgabeln sitzen und sie bewegen sich kaum. Das zweite bewegt sich zur Futtersuche ein bisschen.
Ein Faultier das sich mal etwas bewegt
Wir versuchen ein paar Schlangen zu finden aber auch bei sehr aufmerksamer Suche sehen wir leider keine. Später bemerken wir ein paar Fledermäuse beim Schlafen auf dem Baum. 

Fledermäuse auf einem Baum im Nationalpark von Cahuita

Ansonsten erzählt uns unser Privatführer sehr viel über die Pflanzen des Parks, Früchte ob essbar oder nicht oder Heilpflanzen der Region. Wenn man sich das alles so merken könnte hätte man schon ein gutes Grundgerüst um im Wald etwas zu überleben.


Wir sind auf jeden Fall sehr zufrieden mit unserem Führer der auch eine offizielle Zertifizierung der Umweltbehörde hat.


Da wir am Nachmittag noch etwas Zeit haben schlägt er uns eine Tour zu den Bribri Indianern und abschließend einem Wasserfall vor wo man baden kann.
 Wir überlegen zuerst ob wir das machen wollen und sagen dann zu. Uns hätte gar nichts besseres einfallen können.


Wir nehmen unseren Mietwagen und fahren zu zweit mit ihm ins Gebiet der Bribri. Diese Indianer versuchen noch ihre alten Gebräuche und Überlieferungen weiter leben zu lassen.  Besonders interessant sind ihr großes Wissen über die Heilpflanzen und auch Nutzpflanzen der Region.
Außerdem die Herstellung von Kakao.

Als erstes fahren wir zu einer Familie eines Schamanen, d.h. das ist heutzutage ein Naturheiler. Dessen Frau führt uns durch den Garten wo jede Menge Heilpflanzen, Bäume mit Heilwirkung und Nutzpflanzen zum Essen wachsen. Wir bekommen eine sehr ausführliche Erklärung der verschiedensten Pflanzen und dessen Wirkung die wir auch teilweise testen.

Eine Art Ingwer, die Wurzel wird zum Färben, orange, verwendet
Am eindrucksvollsten fand ich eine Pflanze deren Blattstängel man kaute und der nach kurzer Zeit wie eine Betäubung wirkte. So ein leichtes Gefühl wenn einem der Zahnarzt eine Spritze gibt. Natürlich nicht ganz so stark aber doch ein gut spürbarer Effekt. Das nahmen die Indianer früher bei Zahnschmerzen. Weiter gab es eine kurze Erklärung zu Pflanzen mit denn man färben kann und die Herstellung von Schnüren aus einer Pflanzenfaser, einer Art Agave. Ist wohl so eine Art Sisal. Die Indianer stellen auch verschiedene Kunstwerke aus der Frucht eines Baums her. Diese sind recht günstig, 1500 Colones was so in etwa 2,5 Euro sind, die sich gut als Mitbringsel eignen und man unterstützt auch noch diese Leute.
Ein Baum der zum Färben verwendet wird, er gibt ein sehr intensives Orange ab


Nun geht es weiter zu einer anderen Familie der Bribri Indianer. Unser Guide macht das so damit der  kleine Betrag, den man für den Besuch zahlt, auf mehrere Familien verteilt wird. 
Die zweite Familie lebt noch in einem wirklichen Holzhaus, wie die Indianer das schon seit 100erten von Jahren so machen. Das hat den Vorteil, dass diese Häuser abgesehen davon dass sie sehr ökologisch sind, nur aus Naturprodukten hergestellt, sondern auch kühler, weil besser durchlüftet sind, wie die Häuser aus Beton, die die Regierung diesen Leuten zur Verfügung gestellt hat.
Eine typische Hütte der Bri Bri Indianer, Costa Rica
In dieser authentischen Familie, in der 5 Generationen leben, der Opa ist 112 Jahre alt, bekommen wir wieder einiges über verschiedene Heilpflanzen, im speziellem Bäume erzählt und vor allem sehen wir die Kakao Herstellung.
Kakao Frucht, Costa Rica

Unser „Indianer“ erklärt uns alles über den Prozess und wir probieren von den frischen Früchten, dessen Bohnen man lutschen kann, sie schmecken süss sauer, über die reine Kakao Masse und weitere Produkte die er aus dem Kakao macht wie Kakaomasse mit Zimt und Vanille, Kakaomasse mit Erdnüssen, Kakaomasse mit Orangengeschmack, Kakao mit Ingwer und Kakao mit Kokosmark.

Geöffnete Kakao Frucht, das weiße sind die Bohnen die man lutschen kann.
Danach sahen wir wie die fermentierten (die frischen Körner lagern ein paar Tage im Schatten) und getrockneten Kakaobohnen (in der Sonne mehrere Tage) in einer Pfanne geröstet werden, bis die Schale aufgeht, danach entnimmt man die Bohne im Inneren und röstet diese weitere 5 – 10 Minuten.

Die fermentierten und getrockneten Kakaobohnen werden in einer Pfanne über dem Feuer geröstet.
Wir haben diese probiert und die schmecken schon ein bisschen bitter nach Schokolade aber auch ein bisschen nussig. Nach dem Prozess geht es zum Mahlen der Körner. Dazu benutzt die Familie einen Mahlstein der schon viele Jahrzehnte alt ist. In die Kuhle kommen die Körner und werden mit einem anderen runden recht grossen Stein gemahlen. Was daraus entsteht ist kein Pulver sondern die Kakao Rohmasse. Diese wird dann entsprechend weiter verarbeitet.
Die gerösteten Kakao Bohnen werden auf dem Stein zur Kakao Rohmasse gemahlen


Zwischenzeitlich brachte uns der Indianer einen Bogen und erklärte uns die verschiedenen Pfeile für verschiedene Zwecke. Wir konnten auch mal probieren und ohne Praxis ist das gar nicht so einfach.

Zum Schluss brühte man uns die Kakaomasse auf, mit etwas Zuckerrohrsirup und das gab es dann aus Kokosnussschalen in der offenen Hütte zu trinken. Ich denke authentischer geht es nicht.


Danach geht es noch zum Abschluss zu einem Wasserfall in dem man Baden kann. Da es Sonntag war, waren auch einige Einheimische dort. Das interessanteste für mich war aber, dass es direkt neben dem Fluss ein paar von den roten Pfeilgiftfröschen zu sehen gab, auf die uns unser Guide aufmerksam machte. 
Somit war das wirklich eine sehr lehrreiche, interessante und abwechslungsreiche Tour.
Ein roter Frosch im Urwald
Im Nachhinein bereuten wir keinen Moment den Ausflug gemacht zu haben denn unser Führer legte grossen Wert darauf, dass alles authentisch ist und kein Touristenzirkus. Was man auch deutlich spürte. Wir sind einfach unangemeldet bei den Familien aufgekreuzt und waren dann auf einmal mitten im Geschehen. In unserer Minigruppe und natürlich mit unseren guten Spanischkenntnissen war das natürlich noch besser weil man sich wirklich über alles unterhalten und fragen konnte. Aber auch so ist der Ausflug jeden Cent wert und keinesfalls eine Massenabfertigung. Da wir mit unserem Mietwagen selber fuhren war das ganze natürlich noch viel billiger als eine organisierte Tour in einer grösseren Gruppe.


Donnerstag, 4. Oktober 2012

Bootsfahrt zum Schnorcheln im Nationalpark Cahuita

An diesem Tag wollen wir mal was anderes machen wie mit dem Auto fahren oder wandern, obwohl wir letzteres am Schluss doch machen.
Der "Hafen" von Cahuita wo die Boote zu den Schnorchel - Excursionen abfahren

Wir fahren mit dem Boot zum Schnorcheln. Der Ausflug kostet 25 $ pP. Wir sind nur wir zwei und so wird diese Exkursion recht persönlich.

Wir fahren mit unserem "privatem" Boot zum Schnorcheln vorbei an der Punta Cahuita
Es geht zur Punta Playa Vargas die auf der anderen Seite der Halbinsel von Cahuita liegt. Das Meer ist recht ruhig und es ist leicht aber geschlossen bewölkt. Nach vielleicht 15 Minuten mit dem Boot geht es ins Wasser. Der Bereich wo wir schnorcheln ist durch das vorgelagerte Riff grösstenteils wellengeschützt. Wir sind dann insgesamt fast ein einhalb Stunden im Wasser und sehen viele Korallen und allerlei bunte Fische in allen Grössen. Nach der Stärkung mit einer Ananas geht es an den Strand, weil wir zurück wandern wollen. Von dort gehen wir über die Punta Cahuita durch den Nationalpark zurück, anfangs noch alleine, versucht erst mal wieder ein Waschbär unseren Rucksack zu durchsuchen, wir können den aber erfolgreich abwehren.

Wir wehren den Überfall des Waschbären ab
Der Waschbär trollt sich zu seinen Krebsen
Dann begnügt er sich mit ein paar Krebsen die er aus dem Sand zielsicher ausgräbt.

Weisskopfaffe direkt am Strand von Punta Cahuita
Es geht mehr oder weniger immer nahe am Strand entlang. Wir sehen dann wieder die Weisskopfaffen aus nächster Nähe. Bei Punta Cahuita stossen andere Gruppen auf uns die dort mit dem Boot anlanden. Es geht von der Halbinsel zurück zu unserem Hotel.

Nationalpark Schild an der Punta Cahita
Neben einigen relativ grossen Spinnen und einem schönen blauen Morphofalter sehen wir noch eine Familie von Brüllaffen die sich auf den Bäumen über dem Weg aufhalten.

Brüllaffe auf dem Weg von Punta Cahuita nach Cahuita
Am Schluss kommen wir an den Strand, dort baden und sonnen wir uns ein bisschen nachdem die Wolken etwas verschwunden sind. Am späten Nachmittag geht es zurück zu unsere Unterkunft.


Weitere Infos zu Cahuita hier.

Punta Cahuita, Costa Rica

Der Strand von Cahuita mit unserem Hotel im Hintergrund
Zum Essen gehen wir zu Roberto. Es gibt Spagetti in Cocos Sauce und wieder Huhn auf Jamaikanisch, mit Gemüse und ein bisschen scharf, beides sehr gut.


Fahrt von Mirador de los Quetzales nach Cahuita

Unsere Route führt uns über: Mirador de los Quetzales - Cartago - Orosi - Cachi - Santiago - Turrialba - Siquirres - Limon - Cahuita

Streckendaten:
Gesamtkilometer: 263 km; Gesamtzeit: 6:33 h; Duchschnitt 40 km/h, da sind ca. 40 min für den Reifenwechsel mit eingeschlossen.

Nach dem Frühstück und unserer morgendlichen Quetzalwanderung fahren wir so um 9 Uhr los, in Richtung Cahuita. Leider gibt es schon nach kaum mehr als einen Kilometer ein Problem. Ich habe ja bisher die Strassen von Costa Rica sehr gelobt aber genau das erste grosse Schlagloch das wir antreffen übersehe ich im Licht-Schattenspiel des morgendlichen Waldes. Es tut einen Schlag und der Reifen ist hin. Gut, Reifenwechsel ist ja kein grosses Problem wenn man alles nötige hat. War auch alles im Auto aber in der Praxis verkompliziert sich die Sache, da der Wagenheber für den etwas höheren Geländewagen eigentlich zu klein ist. Er hebt das Auto nicht ausreichend hoch. Nach einigen Versuchen mit Auto umparken, was aber keinen Erfolg bringt, suche ich einige Holzbretter um was unter zu legen. Wir habe Glück und nach kurzem Suchen finde ich zwei schmale Bretter die zum Unterlegen einigermassen taugen. Nun geht alles relativ schnell und der Reifen ist gewechselt. Insgesamt hat das uns aber 40 Minuten Verspätung eingebracht. Wir müssen ja noch einige Kilometer fahren.
Auf den nächsten Kilometern den Cerro de la Muerte bergab nach Cartago müssen wir noch etwas aufpassen weil es noch ein paar mehr von den "Mörderschlaglöchern" gibt. Nach ca. 10 Kilometern gibt sich das aber und die Strasse ist wieder relativ gut.
Landschaft am Stausee von Cachi

Wir fahren durch Cartago und Paraiso und machen einen Abstecher über das Orosi Tal und den Stausee von Cachi. Nach Cachi, auf der anderen Seeseite nehmen wir einen Abkürzer nach rechts über eine Nebenstrasse die uns zur Hauptstrasse von Paraiso nach Turrialba bringt. Die Strasse ist deutlich besser und breiter und wir kommen wieder ganz gut voran. Es fängt zu regnen an und wir fahren weiter nach Siquirres. Ab diesem Ort nimmt der Lastwagenverkehr drastisch zu. Da geht auch praktisch nichts mehr mit Überholen. Wir reihen uns zwischen die Lastwagen ein bis Moin, dort fahren schon viele zum Hafen. Die restlichen fahren nach Limon, ab dort wird es wieder ruhiger. Von dort nach Cahuita ist es dann nicht mehr so weit.
In Cahuita wollten wir eigentlich in die Albi Lodge aber die war schon voll. Wir haben uns dann umgeschaut und sind dann im Nationalpark Hotel geblieben. Das liegt direkt am Strand und am Eingang des Nationalpark. Das Hotel kostet 45 Dollar die Nacht, ohne Frühstück, hat aber Klimaanlage, einen Save und einen Kühlschrank.
Wir sind auch auf dieser Strecke ganz gut ohne GPS ausgekommen. Wenn man aufmerksam fährt ist die Beschilderung mit einer Karte gut ausreichend.

Landschaft um Turrialba


Abends waren wir zum Essen bei Miss Edith auf der anderen Seite des Ortes. Dort gibt es eine gute abwechslungsreiche Karibische Küche mit Curry, Ingwer und Kokosmilch. Es gab dann Hühnerfilet mit Gemüse und Reise auf jamaikanisch, scharf aber sehr gut und Fisch mit Cocos und Ingwer Sauce, der auch sehr gut war.

Weitere Infos zu Cahuita hier.

Vogelwanderung beim Mirador de los Quzales

Heute ist eine Morgenwanderung geplant um Vögel zu beobachten. Ich hoffe wir sehen auch den, um diese Zeit, recht seltenen Quetzal.

Einer der Vöger direkt an der Lodge
Wir stehen um 5:15 auf und sind um 6 Uhr in der Gaststätte der Lodge um einen Kaffe und einen heissen Kakao zu trinken. Die Nacht war ziemlich kühl und wir brauchten vier Decken um uns auf Temperatur zu halten.

Ein weiteres Vögelchen beim Mirador de las Quetzales

Nach dem Kaffee geht es los mit unserem Führer auf die Suche nach dem Göttervogel Quetzal. Unser Guide sagt uns, dass es im Moment schwierig ist welche zu finden, weil das Nahrungsangebot knapp ist und die Vögel weit verstreut leben. Eine deutlich bessere Zeit ist wenn die Quetzale brüten. Wenn man mal das Nest entdeckt hat findet man die Vögel, solange die Kleinen nicht ausfliegen, immer am gleichen Ort. Da ist es dann mit etwas Geduld praktisch 100 % sicher einen zu sehen.

Der Wald rund um die Lodge
Wir wandern oberhalb der Lodge eine ganze Zeit im Wald hin und her ohne was zu sehen. Unser Führer ahmt öfter den Schrei des Vogels nach, aber ohne Erfolg. Nach ca. 1,5 Stunden hören wir auf einmal einen Schrei. Das war der Quetzal und wir machen uns auf die Suche. Es dauert nochmal 10 Minuten bevor wir ihn endlich sehen, ein Männchen mit schöner Farbe und Schwanz.

Wir erblicken den Quetzal zum ersten mal
Der Vogel ist kaum zu sehen durch seine gute Tarnfarbe. Nur wenn die Sonne auf sein Gefieder scheint sieht man ihn gut. Um gute Fotos zu machen ist er leider relativ weit weg und sitzt obendrein fast immer im Schatten. Es verhält sich ausserdem kaum ruhig auf einem Ast sondern fliegt öfter von Baum zu Baum und wir folgen ihm eine ganze Zeit lang. Nach ca. 20 min fliegt er endgültig davon. Schlussendlich konnte ich doch einige Fotos machen.
Der Vogel ist immger gut versteckt

Zufrieden mit dem Gefühl viel Glück um diese Jahreszeit gehabt zu haben geht es zur Lodge zum Frühstück.


Der Quetzal kommt in diesem Gebiet von Costa Rica etwas häufiger vor





Mittwoch, 3. Oktober 2012

Fahrt über San Isidro, den Cerro de la Muerte zum Mirador de los Quezales

Unsere Route führt uns von Manuel Antonio über Quepos, Domincal, San Isidro El General und Cerro de la Muerte bis zum Mirador de los Quetzales.

Streckendaten:
Gesamtkilometer: 150 km; Gesamtzeit: 3:42 h; Duchschnitt 40 km/h

Wir starten so um 7 Uhr, nach einem kleinen Frühstück in Manuel Antonio. Es geht auf der Küstenstrasse in den Süden nach Dominical. Die Strasse ist recht gut und wir kommen gut vorwärts.
Bei Dominical geht es dann immer bergauf nach San Isidro el General das in einem weitem Tal liegt.

Wir nutzen den Ort um etwas einzukaufen und auf der Bank Euros in Colones zu wechseln. Das ist gar nicht so einfach den das geht nur auf der Nationalbank von Costa Rica, die im Zentrum der Stadt liegt. Ich gehe vorher zu zwei anderen Banken die aber keine Euros eintauschen. Ich muss eine Nummer ziehen und warten, es sind 30 Nummern vor mir. Da aber 7 Schalter geöffnet sind geht das erstaunlich schnell. So nach gut 15 Minuten habe ich das Geld getauscht, allerdings zu einem schlechterem Kurs als in La Fortuna, da gab es 640 Colones für einen Euro und hier 628 Colones pro Euro.

Blick auf San Isidro, Costa Rica
Nun geht es weiter die Interamericana bergauf zum Cerro de la Muerte. Wir kommen auch dort gut voran, es stört nur kurzzeitig ein Lastwagen den wir aber überholen können. Danach geht es gut weiter bergauf, die Strasse ist in einem recht gutem Zustand, ohne viele Schlaglöcher.  Leider begann das Wetter zu zu ziehen und je weiter wir nach oben kamen sehen wir immer weniger. Was man aber gut erkennen kann, ist dass sich die Flora rings herum um uns mit steigender Höhe ändert. Wir sehen mehr und mehr Eichen und auch Baumheide sowie andere Planzen die uns nicht bekannt sind. Beim höchsten Punkt sehen wir recht wenig, es gibt eine Sichtweite von ca. 50 bis 100 Meter und dann geht es auch schon wieder bergab.
Cerro de la Muerte, Interamericana, Costa Rica

Beim Kilometer 70 biegen wir dann nach links zum unserer Lodge. Es geht zum Mirador de los Quezales. Dort gibt es einige einzeln stehende Hütten die durch die Nebensaison alle frei sind, wir können uns eine aussuchen.

Eingang zum Mirador de Quetzales, Cerro de la Muerte
Nach dem Einzug laufen wir kurz zu einem Aussichtspunkt oberhalb der Lodge und geniessen die Ausblicke. Es fängt leicht zu regnen an und wir gehen wieder in unsere Hütte.

Die kleinen Hütten die am Mirador de Quetzales vermietet werden
Nach kurzer Zeit reisst es aber auf und wir entschliessen uns eine Wanderung zu machen. Es gibt eine gut ausgeschilderte Tour durch den Wald die ca. 4 Kilometer lang ist. Durch das viele Schauen brauchen wir gut 2 Stunden. Wir sehen einige Vögel und geniessen die unterschiedliche Landschaft des feuchten Hochwaldes mit riesigen Eichen und frischen Temperaturen. Den berühmten Quetzal haben wir leider nicht gesehen. Aber wir haben ja noch eine Möglichkeit am nächsten Morgen, wo um 6 Uhr eine Vogelwanderung geplant ist.
Blick über die Landschaft am Cerro de la Muerte, Costa Rica


Nach dem Wandern mache ich erst mal so einige Fotos von den Kolibris die durch Futterschalen angelockt werden. Sie sind an Menschen gewöhnt und man kommt bis auf zwei bis drei Meter an sie heran.

Kolibri
Es ist so 16:30 und wir beschliessen zu duschen bevor es noch kälter wird. Das Wasser ist so kalt das es der elektrische Durchlauferhitzer kaum schafft dieses aufzuheizen. Der Trick ist den Wasserhahn nicht zu weit aufzudrehen, dann kommt zwar nicht zuviel Wasser aber dafür warm. Wenn man den Hahn voll aufdreht ist es nicht mal lauwarm. Man darf aber auch nicht zuwenig aufdrehen weil sonst die Apparatur die das Wasser im Brausekopf aufheizt nicht anspringt.


So ab 17:30 wenn die Sonne untergeht wird es frisch und wir gehen in den Essensraum der Lodge der durch ein Holzfeuer gewärmt wird. Dort gibt es auch ein Sofa und einige bequeme Stühle wo wir die Zeit bis zum Abendessen um 18:30 mit Lesen und der Planung des nächsten Tages verbringen. Es ist kaum zu glauben das wir den Abend vorher in Manuel Antonio um 19:00 noch 28 Grad und eine so hohe Luftfeuchtigkeit hatten, sodass wir kaum Hunger hatten und heut, nicht einmal 100 Kilometer Luftlinie entfernt vielleicht nur 10 Grad oder weniger haben und uns ein Kaminfeuer aufwärmen muss.
Kaminfeuer in der Lodge am Cerro de la Muerte


Zum Essen gibt es einfache Kost, Huhn, Schweinefleisch oder Forellen die aus dem Teich nebenan stammen. Dazu gibt es Salat und Reis oder Pommes. Schmeckt aber alles sehr gut. Nach dem Essen gehen wir ins Bett so um 20:00 Uhr weil wir ja so zwischen 5 und 5:30 für die Vogelwanderung aufstehen müssen.

Die Leute der Lodge sind wieder sehr aufmerksam. Im Preis von 50 Dollar pro Person ist das Abendessen, Übernachtung, Frühstück und die Vogeltour am Morgen enthalten.